Open Thread: Was inspiriert Dich?
21. January 2009 von nico
Interview
Interview
Wir haben in den letzten Tagen an etliche Leute eine Mail mit dem Subject “Was inspiriert Dich?” geschickt und auch schon viele Antworten bekommen.
Dennoch wollen wir auch hier diese Fragen stellen und freuen uns auf Eure Antworten in den Kommentaren:
1. Was inspiriert Dich?
2. Was inspiriert Dich zum Einkaufen?
3. Was ist für Dich der Unterschied zwischen Information und Inspiration?











Sinnstiftung durch gegenseitige Inspiration. Marino Degano zeichnet nach, wie die vier Evangelien entstanden.
[...] Mit meinem Kollegen Marc Schwieger zusammen habe ich gerade das Blog Neues aus der Inspirationsgesellschaft gestartet. Es geht, kurz gefasst, um das Thema: Was inspiriert Dich? [...]
inspiration zum einkaufen? was solln das sein? ich kann zum einkaufen verleitet oder bewegt werden. von bedürfnissen oder scheinbedürfnissen.
was hat das mit inspiration zu tun? inspiration ist ein trigger für kreativität. also neue ideen. einkaufen ist weder kreativ, noch eine idee noch neu.
noch nie ne Idee gehabt, was du gerne hättest? Inspirationen sind emotional und persönlich aufgeladene Informationen. Und die können zum Einkaufen verleiten oder zu etwas anderem.
ah, dann ist inspiration für dich was anderes als für mich. hätte ich eine inspiration für eine “idee, was ich gerne hätte” wäre das ein zustand, der mich zu einer kreativen aktion verleitet - dann einfach etwas zu kaufen wäre in diesem fall sogar kontraproduktiv, da es den kreativen impuls in eine übersprungshandlung “einkauf” ableiten würde. hinterher hätte ich also nichts kreatives gemacht, aber irgendeinen kram im regal stehen - die inspiration ist also gar nicht genutzt worden. das ist auch tatsächlich ein problem, wie ich finde, da viele werbebotschaften “kaufen” als kreativleitung suggerieren (und darauf reingefallen zu sein unterstelle ich dir da auch). aber da sind wir dann schon bei werbepsychologie.
ich sehe “inspiration” wohl so ähnlich wie es die wikipedia beschreibt und da passt konsum als wirkmodell eben ganz und gar nicht.
Ich sehe eigentlich in so vielen Dingen etwas inspirierendes. Sei es meine Freundin zu Hause oder ein langer Lauf im Regen durch die Felder. Im beruflichen inspirieren mich meist Blogs oder tiefgehende interessante Gespräche mit Kollegen, die mir immer wieder neue Denkanstöße geben und mir ermöglichen, meinen Job immer wieder gut zu erledigen und damit neu zu entdecken. Schade nur, dass das menschliche Hirn nur die uns wichtigen Informationen und damit Inspirationen aufnimmt und verarbeitet. Somit gehen leider viele Inspirationen verloren.
Mensch, Nico. Jetzt war ich so gespannt auf das neue Projekt und dann so was: “Was inspiriert Dich zum Einkaufen?” Noch belangloser geht’s wohl nicht? Andererseits, genau das ist doch der Punkt: Genau so eine überflüssige Diskussion trägt doch dazu bei, dass man vor lauter “Information” kaum noch Relevantes findet – was einen vielleicht inspirieren könnte.
naja, es geht eben nicht nur um das einkaufen, sondern generell, wie aus der fülle von informationen inspirationen entstehen. und die diskussion finde ich nicht überflüssig, sondern zum nachdenken anregend.
wenn jemand allgemein und überall verfügbare Informationen spannend kombiniert, arrangiert und mit persönlichen Einschätzung und Emotionen verbindet, dann wird aus schlichten Informationen, relevante Inspiration. Die kann zum Einkaufen verführen (wenn es denn so gemeint ist), muss aber nicht. Und natürlich geht es zur Zeit in vielen Diskussionen auch um Monetarisierungsmöglichkeiten innerhalb sozialer Netzwerke. Und diese Diskussion ist sicher alles andere als belanglos. Unabhängig von welcher Seite man sie betrachtet.
Klar kann man es so hinbiegen. Aber entschuldige bitte: “Was inspiriert Dich zum Einkaufen?” Hunger, Kälte, Wünsche … Oder gar nix, wenn ich Hartz IV bin. … “Was ist der Unterschied zwischen Information und Inspiration?” Und der zwischen einem Schuh und einem Auto? Einem Blasebalg und einem Hustenbonbon? …
Nee, sorry, aber irgendwie werde ich den Eindruck nicht los: Die Fragen kann man sich nur stellen, wenn man zu viel Zeit hat. Oder keine relevanten Themen findet.
Übrigens: Zum Einkaufen empfehle ich den Mobile-Inspirator von Zott: http://www.zottarella.de/de/downloads.html Vor dem Regal stehen, inspirieren lassen und zugreifen …
1. Gute Frage. Mich kann eigentlich alles inspirieren, in der Regel sind es aber gute Gespräche mit jeder Art von Mensch. Am Freitag beispielsweise habe ich mich knapp 10 Minuten mit einem Obdachlosen unterhalten und aus diesem Gespräch wirklich viel mitgenommen. Klingt jetzt irgendwie doof, aber ist durchaus mein Ernst.
2. Kann ich nichts zu sagen. Ich kauf, was mir gut gefällt bzw. wo ich irgendwie Interesse daran habe, es in was auch immer für einer Art und Weise zu verwenden. Der Satz ist übrigens absichtlich so allgemein und nichtssagend gehalten
Ich kann es wirklich nicht sagen. Ich komm auf eine Idee, entweder selbst oder weil jemand anders mich irgendwie drauf gebracht hat, und wenn es mir gefällt und mich neugierig macht, dann will ich es haben / kaufen. In der Regel ist es die Neugier und die Passion, die mich bestimmte Dinge (wie z.B. Technik) kaufen lassen.
3. Inspiration = Regt zum Nachdenken an, lässt das Ende offen, sorgt dafür das man sich eine eigene Meinung bildet. Information = Ist für mich schon vorgekaut, hat schon eine eigene Meinung integriert bzw. impliziert schon eine, ist eine abgeschlossene Sache.
Hm… Schwierig, diese Fragen zu beantworten.
Ohne jetzt zu sehr den Soziologen raushängen zu lassen (ja, das habe ich tatsächlich mal studiert) … aber ich hätte da mal eine Metaebene in den Ring zu werfen: Einfach gesagt, geht es doch beim Transfer von Information zu Inspiration um ein großes gegenseitiges soziales Schenken und beschenkt werden.
Statt Blumen oder Pralinen verschenken wir heute kleine Brain-Snacks. Artikel, Videos, persönliche Twitter-Statusmeldungen - Informationen, von denen wir glauben, dass sie in unserem Gegenüber etwas auslösen. Bestenfalls eine wertvolle Inspiration.
Selbstlos sind diese “kleinen Beweise persönlicher Anerkennung” dabei freilich nicht. Der zwischenmenschliche “Emo-Handel” dient (vor allem) der Selbstdarstellung …
Der Schenkende möchte den “wohligen Schauer im Hirn” (den er vielleicht selbst beim Aufspüren des YouTube Clips empfunden hat) bei seinem Gegenüber reproduzieren. Und fordert umgehendes Feedback. Wenn der gute Riecher dann nicht einmal mit einem “:) sehr geil! *lol*” oder ähnlichem goutiert wird, kann das den Schenkenden schon echt frustrieren.
Also kurz: Inspiration ist für mich eine emotionale/gedankliche Reaktion auf eine Information. Die Wirkweise einer Information lässt sich nur vage vorhersagen.
Dieser Kommentar ist auf jeden Fall ein Geschenk. Soziales Schenken trifft das ganze Thema sehr gut und liefert auch einen Ansatz zur Beantwortung der Frage, warum es so schwer ist,die Monetarisierung sozialer Netzwerke nennenswert voranzubringen. Schenken ist immer ein Tausch, mit dem man sich der gegenseitigen Aufmerksamkeit versichert.Damit ist der Handel abgeschlossen.Geld als Medium ist nicht nötig. Man kann ja seine Freunde verschenken, wenn man unbedingt einen Whopper haben will.
Also mich inspirieren immer extrem die Sendungen auf DSF zwischen 0 und 2 Uhr.