In der Welt am Sonntag schreibt Kai-Hinrich Renner über die Paid-Content-Debatte. Und übersieht dabei etwas ganz Entscheidendes.
Die Sache schien sich erledigt zu haben. Kaum jemand will für journalistische Inhalte im Internet bezahlen. Fast alle Modelle, die Gebühren auf Online-Artikel erhoben, scheiterten. Paid Content war tot.
Doch während sich in der Musikszene schon länger gilt: “Kinder, der Tot ist gar nicht so schlimm” keimt im Printbereich wieder Hoffnung. Fünf unterschiedliche Strategien führt die Welt am Sonntag auf. Wobei Strategie Nummer vier (Content-Gebühr über Lesegeräte) nur eine taktische Variante von Strategie Nummer drei (Kulturflatrate, eine Art Gema für journalistischen Content) ist. Macht nichts, fünf Strategien klingt einfach besser. Wer so viele strategische Optionen hat, der hat den Kampf ja quasi schon gewonnen, oder? Beitrag lesen
Können soziale Netzwerke Vertriebsplattformen werden? Nun, die Menschen sind da, der Marktplatz füllt sich, aber die Stände fehlen. Noch weiß niemand so richtig, ob, was und wie die Menschen in sozialen Netzwerken einkaufen wollen. Ein neuer Versuch startet gerade. sfeed - der shopping microblog, der aus Twitterfreunden Shopping-Freunde macht. Aufmerksam gemacht auf dieses neue Mitglied der Inspirationsgesellschaft hat mich - selbstverständlich - ein Tweet. Dank an CemB
sfeed setzt auf die Inspirationskraft der Twitter-Nutzer und schafft so eine persönliche Navigation durch die unendlichen Weiten der online verfügbaren Produkte. Jeder kann jedes Produkt bookmarken und damit seinen Followern empfehlen. Ein vernetzter Einkaufszettel entsteht, Produkte erscheinen in neuen von Usern generierten Kontexten. Beitrag lesen
Das Geld steckt im Gerät – Wie über verbesserte Rezeptionsgeräte mit Inhalten Geld verdient werden kann. Oder: der iPod jetzt auch als Buch.
Neue Hoffnung keimt in den Medienhäusern. Ein oft gewünschter Wunsch soll jetzt doch noch Wirklichkeit werden. Paid Content kommt - vielleicht. Interessant dabei: nicht eine Veränderung der Inhalte oder neue Ideen der Verlagshäuser sind der Grund für den Optimismus. Ein neues Endgerät sorgt für den aktuellen Silberstreifen am dunklen Horizont der Verlagsbranche. Amazons mobiles Lesegrät Kindle Version 2 soll heute in den USA präsentiert werden.