Vorsicht, autonome Konsumenten schlagen zu!

Der mitdenkende Konsument als Bedrohung: das Hamburger Abendblatt schreibt über Menschen, die am Hoteltresen Rabatte erpressen, indem sie mit schlechten Online-Bewertungen drohen.

München - Das Doppelzimmer sollte 149 Euro kosten. “Wir zahlen maximal 100 - sonst gibt es eine miese Kritik im Internet”, drohten zwei Touristen ganz unverblümt an der Rezeption des A&O-Hotels in München. Oliver Winter, Chef der Hotelkette aus Berlin, ist über dieses Vorgehen empört.

Zurecht, denn das geht ja nun wirklich nicht. Das ist unfair, das macht man nicht. Doch diese berechtigte Kritik Beitrag lesen

Customer Participation Management, CParM - Marketing in der Inspirationsgesellschaft

11. January 2009
CParM, Demokratie, Konsum
3 Kommentare 

Wenn Marx schon vom deutschen Finanzminister zitiert wird, dann auch von uns: Ein Gespenst geht um in der Shopping Mall: Der mitmachende, mitdenkende und mitentscheidende Konsument ist da. Das Mitmach-Internet hat den Einflussbereich der Käufer weit vor die Kassenzone verlegt. Bewerten, Empfehlen, Kommentieren, Verändern und Kombinieren - diese in sozialen Netzwerken und Verbraucher-Foren geübten Verhaltensweisen werden auch das offline-shopping verändern. Warum sollte ich im Einkaufszentrum etwas kaufen, von dem mir online abgeraten wurde?

Der Prosumer wird zur relevanten Größe im Marketing. Er - und in Zukunft vor allem: sie - entscheidet nicht erst im virtuellen oder realen Warenkorb über den Erfolg von Produkten und Dienstleistungen. Der informierte Konsument wird zum allgegenwärtigen Vertriebspartner. Gewollt oder ungewollt - man wird ihn Ernst nehmen müssen.
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