Was inspiriert Frank Otto?
Wir fragten. Und Frank Otto antwortete. Und erzählt von seinem neuen Start up, das zeigt, was die Inspirationsgesellschaft ausmacht.
Was inspiriert Dich?
Das ganze Leben, wie z.B. in chaotischen Momenten Strukturen zu erkennen oder durch etwas Erlebtes ein neues Gefühl und eine Intuition zu erfahren oder auch schlicht aus einer Beobachtung eine Erkenntnis zu gewinnen.
Was inspiriert Dich zum Einkaufen?
Zur Zeit ganz besonders das von mir mitinitiierte noch in der closedbeta Phase befindliche Empfehlungsportal „welike“, bei dem die persönliche Empfehlung von Menschen ähnlicher Wellenlänge im Vordergrund steht.
Was ist für Dich der Unterschied zwischen Information und Inspiration?
Information ist der Reiz, der eine Inspiration auslösen kann. Die Inspiration ist der Gedanke, der erst durch Handeln und Kommunizieren zu einer Information werden kann.
Inspiration von der DLD 09, Teil 2: TheCrane TV
Are you a Talent or just a User? Im März geht ein neues Online Video Magazine an den Start. Ambitioniert und “strongly commited to high calibre content”.
Constantin Bjerke, Founder und CEO von thecrane.tv stellte das Projekt vor und lädt uns alle ein, beim private beta dabei zu sein.
TheCrane.tv is the new online video magazine focused on contemporary culture. Community driven and internationally produced in the heart of the creative world, it features a fresh look at whats going on in Culture, Art&Design, Lifestyle, Fashion, Ideas, Travel and Ecology.
thecrane.tv sieht schon jetzt gut aus. Schwarz, edel und mit einer übersichtlichen Navigation rund um den zentralen Videoplayer. 
Der kurze Preview Film zum Jazz-Klassiker “Take five” (nur mäßig originell) sendet vor allem eine Botschaft an die internationale Kreativgemeinde: User ist jeder, aber Talent haben nur wenige. Berühmte Namen sollen dafür sorgen, dass dieser Unterschied auch deutlich wird.
Inspiration von der DLD 09
Die digitalen Elite in München – fasziniert von Obama, frustriert von der Krise, connected über Twitter
Drei Tage in München, ein paar Tage vor Davos. Die DLD-Conference, Burdas Top-Event verfolgt die aktuellen digitalen Entwicklungen weltweit und setzte auf große Namen und große Themen.
Die Grundstimmung war heterogen, irgendwo zwischen einem recht altmodisch wirkenden Blog-Enthusiasmus, der ständige Suche nach Monetariserungsmöglichkeiten und der Hoffnung von VCs und anderen im digitalem Winterschlaf die Krise zu überleben. Alle haben getwittert, alle waren erleichtert, dass Obama da ist und alle sind sicher, dass die Krise bleibt.
Jetzt und in den nächsten Tagen gibt es hier die Highlights aus der Sicht der Inspirationsgesellschaft:
Inspiration mit Leib und Seele: Julia Allison stellt Nonsociety vor. Ein Blog aus New York, eine Art multimediales Sex and the City von drei Freundinnen. Live gebloggt wird das eigene Leben zum einzigen Lebensinhalt. Wir vermuten das war bei den dreien auch vor Start des Blogs schon so. Insofern ist alles sehr authentisch.
Das Motto lautet WE HOPE WE INSPIRE YOU TO LIVE DIFFERENTLY. Und das wöchentliche Video-Magazin heißt TMI, too much information. Auch hier zeigt sich: Information ist überall, Inspiration ist alles.
Willkommen in der Inspirationsgesellschaft
Wir leben in einer Inspirationsgesellschaft. Informationen sind das Feld, dass wir zu beackern haben. Wir lesen, hören und sehen und wir verändern, gestalten und mischen Informationen. Für uns und für andere und die anderen für uns. Zu welchem Zweck aber verändern wir die Informationen? Ganz einfach: weil wir mit einer veränderten Information etwas erreichen wollen. Wir machen aus einer Information eine Inspiration. Wir säen Informationen und ernten Inspirationen.
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Open Thread: Was inspiriert Dich?
Wir haben in den letzten Tagen an etliche Leute eine Mail mit dem Subject “Was inspiriert Dich?” geschickt und auch schon viele Antworten bekommen.
Dennoch wollen wir auch hier diese Fragen stellen und freuen uns auf Eure Antworten in den Kommentaren:
1. Was inspiriert Dich?
2. Was inspiriert Dich zum Einkaufen?
3. Was ist für Dich der Unterschied zwischen Information und Inspiration?
Was inspiriert Sören Stamer?
Wir fragten und Sören Stamer antwortete.
1. Was inspiriert Dich?
Menschen. Interessante, andersartige, reflektierte, neugierige, mutige, tiefsinnige Menschen mit Ecken, Kanten und Ideen.
2. Was inspiriert Dich zum Einkaufen?
Persönliche emotionale Berichte von Menschen, die ich schätze.
3. Was ist für Dich der Unterschied zwischen Information und Inspiration?
Persönlichkeit und Emotion.
Inspiration von Michelle Obama: mrs-o.org
Die Inspirationsgesellschaft hat eine neue Fashion-Ikone. Auf der neuen amerikanischen Seite mrs-o.org kann frau sehen, was die neue First Lady trägt und - das ist der Unterschied zwischen Information und Inspiration - auch gleich erfahren, wo man den Schmuck, das Kleid oder den total look kaufen kann. Zwei Klicks weiter und schon sind Michelles Schuhe auch in meinem Warenkorb.

Mrs. O im Netz: und mit dabei, all Ihre Schuhe, Designer, Kleider und wo wir das alles kaufen können.
Hintergründe über die Designer, die Fashion-Szene in Chicago oder Diskussionen über gelungene und weniger gelungene Outfits kommen dazu. Und Mrs. President wird zur perfekten Shopping-Freundin. Einkaufen mit Michelle, shoppen mit der First Lady. Noch nie waren Fashion Tipps einer Präsidenten Gattin so unkompliziert zu bekommen und umzusetzen.
Müßig die Frage, wie viel Erfolg die gleiche Idee mit Angela Merkel als Protagonistin hätte - an diesem Beispiel wird deutlich, wie die Inspirationsgesellschaft funktioniert: Wie wichtig sind meine Empfehlungen? Wie viele Menschen folgen mir in dem, was ich tue? Kann meine Shopping-Entscheidung auch andere zum Einkaufen verführen?
An der Inspirationskraft lässt sich mein Status im sozialen Netzwerk erkennen. Das war schon immer so, aber heute ist jede Inspiration potenziell global. Sie lässt es sich messen und, wenn gewünscht, sogar montetarisieren.
Michelle Obama wird davon profitieren. Egal, ob echtes Geld überwiesen oder ihr nur Image strahlender wird. Das eine lässt sich jederzeit in das andere verwandeln.
Die IG-Metall entdeckt die Inspirationsgesellschaft…
… nennt es aber nicht so. Die klassisch linksherum formulierte Headline (Print-Ausgabe) im taz-Beitrag von IG.Metall Vorstand Ulrich Klotz verspricht viel: Die Entmündigten lernen, kreativ zu sein.
Klotz schreibt über die Veränderungen dessen, “was wir Arbeit nennen” durch die kooperativen Formen, die das Internet ermöglicht.
Durch das “Web2.0″ kommt nun eine neue Dynamik in diese Entwicklung. Mit Hilfe von “social Software” kann jeder User sein Wissen mit anderen teilen. Mitmach-Plattformen wie “MySpace” (250 Millionen Mitglieder) “Facebook”, “YouTube”, “StudiVZ” oder “Flickr” ziehen mitunter binnen weniger Tage mehr neue Mitglieder an als viele Parteien oder Gewerkschaften überhaupt haben. Die zuvor nur passiv genutzten Formen des World-Wide-Web waren lediglich Umformungen altbekannter Massenmedien wie Buch und Rundfunk plus Briefverkehr und Telefon via Computer.
Richtig erkannt und richtig beschrieben. Und Leser mit Gefühl für die historischen Dimensionen freuen sich über den impliziten Bezug auf Bertolt Brechts Radiotheorie:
Klotz erläutert am Beispiel der Software-Entwicklung kooperative Arbeitsmöglichkeiten, in denen er das Ende von Taylorismus und Arbeitsteilung sieht. Auch die hierarchische Organisation von Arbeit werde überwunden.
Bürokratische Hierarchien, die auf Angst und Einschüchterung basieren, rufen heute bei den “Net-Kids” nur noch Kopfschütteln hervor. Ob sich jemand “YX-Leiter” nennt oder ein größeres Büro hat, interessiert im Internet niemanden. Dort zählt nur die Qualität der Ideen und die tatsächliche Leistung — und das ist auch gut so.
Open-Source-ähnliche Arbeitsformen werden sich ausbreiten, weil sie vor allem im Hinblick auf Kreativität und Innovationen der industriellen Planstellenorganisation haushoch überlegen sind.
Kreativität als Motor der gesellschaftlichen Veränderungen und Innovationen, die im vernetzten Miteinander entstehen, so sieht für Ulrich Klotz die Zukunft der Arbeit aus. Er beschreibt die Inspirationsgesellschaft, ohne sie so zu nennen, als eine Gesellschaft, in der immer mehr in den globalen Weinbergen der Informationen arbeiten, um wertvolle Inspirationen zu keltern.
Ob das Web 2.0 die Menschen tatsächlich von hierarchischen Arbeitsstrukturen befreit und demotivierende Jobs dadurch verschwinden, dass man zuhause statt im Büro arbeitet, ist dabei noch offen, zumindest aber eine motivierende These. Beruhigend, dass auch die IG Metall am Anfang der Zukunft angekommen ist.



Sinnstiftung durch gegenseitige Inspiration. Marino Degano zeichnet nach, wie die vier Evangelien entstanden.