Unter Freunden - das Private, das Öffentliche und das Juristische
Alle reden miteinander und dabei vor allem übereinander. Soziale Netzwerke sind Vetriebsplattformen für kleine (Twitter) und große (Blogs) Aufmerksamkeiten unter Freuden. Und Freundschaft lebt von unausgesprochenen, gerade deswegen besonders wichtigen Regeln. Aktuell definieren sich diese Regeln im freien Diskurs. Wir können live beobachten, wie sich in der Inspirationsgesellschaft die Grenzen etablieren, die das sozial Erwünschte von sozial Unerwünschten trennen.
Da gibt es den dezenten Hinweis auf dem Facebook-Profil, man solle gefälligst keine Eigenwerbung betreiben.

Oder auf meedia erscheint ein von Stefan Winterbauer zusammengestellter Katalog zum Thema: Wie twittere ich korrekt? Beitrag lesen
sfeed - das Einkaufsgezwitscher
Können soziale Netzwerke Vertriebsplattformen werden? Nun, die Menschen sind da, der Marktplatz füllt sich, aber die Stände fehlen. Noch weiß niemand so richtig, ob, was und wie die Menschen in sozialen Netzwerken einkaufen wollen. Ein neuer Versuch startet gerade. sfeed - der shopping microblog, der aus Twitterfreunden Shopping-Freunde macht. Aufmerksam gemacht auf dieses neue Mitglied der Inspirationsgesellschaft hat mich - selbstverständlich - ein Tweet. Dank an CemB
sfeed setzt auf die Inspirationskraft der Twitter-Nutzer und schafft so eine persönliche Navigation durch die unendlichen Weiten der online verfügbaren Produkte. Jeder kann jedes Produkt bookmarken und damit seinen Followern empfehlen. Ein vernetzter Einkaufszettel entsteht, Produkte erscheinen in neuen von Usern generierten Kontexten. Beitrag lesen
Was inspiriert Brigitte Huber?
Wir fragten. Und Brigitte Huber, Chefredakteurin Neue Medien und Stellvertreterin des Chefredakteurs bei Brigitte antwortete. Und das, obwohl der Relaunch von Brigitte.de gerade gestern erst fertig geworden ist.
Die Antworten zeigen, dass die Brigitte weiß, wie die Inspirationsgesellschaft funktioniert.
Was inspiriert Frank Otto?
Wir fragten. Und Frank Otto antwortete. Und erzählt von seinem neuen Start up, das zeigt, was die Inspirationsgesellschaft ausmacht.
Was inspiriert Dich?
Das ganze Leben, wie z.B. in chaotischen Momenten Strukturen zu erkennen oder durch etwas Erlebtes ein neues Gefühl und eine Intuition zu erfahren oder auch schlicht aus einer Beobachtung eine Erkenntnis zu gewinnen.
Was inspiriert Dich zum Einkaufen?
Zur Zeit ganz besonders das von mir mitinitiierte noch in der closedbeta Phase befindliche Empfehlungsportal „welike“, bei dem die persönliche Empfehlung von Menschen ähnlicher Wellenlänge im Vordergrund steht.
Was ist für Dich der Unterschied zwischen Information und Inspiration?
Information ist der Reiz, der eine Inspiration auslösen kann. Die Inspiration ist der Gedanke, der erst durch Handeln und Kommunizieren zu einer Information werden kann.
Inspiration von Michelle Obama: mrs-o.org
Die Inspirationsgesellschaft hat eine neue Fashion-Ikone. Auf der neuen amerikanischen Seite mrs-o.org kann frau sehen, was die neue First Lady trägt und - das ist der Unterschied zwischen Information und Inspiration - auch gleich erfahren, wo man den Schmuck, das Kleid oder den total look kaufen kann. Zwei Klicks weiter und schon sind Michelles Schuhe auch in meinem Warenkorb.

Mrs. O im Netz: und mit dabei, all Ihre Schuhe, Designer, Kleider und wo wir das alles kaufen können.
Hintergründe über die Designer, die Fashion-Szene in Chicago oder Diskussionen über gelungene und weniger gelungene Outfits kommen dazu. Und Mrs. President wird zur perfekten Shopping-Freundin. Einkaufen mit Michelle, shoppen mit der First Lady. Noch nie waren Fashion Tipps einer Präsidenten Gattin so unkompliziert zu bekommen und umzusetzen.
Müßig die Frage, wie viel Erfolg die gleiche Idee mit Angela Merkel als Protagonistin hätte - an diesem Beispiel wird deutlich, wie die Inspirationsgesellschaft funktioniert: Wie wichtig sind meine Empfehlungen? Wie viele Menschen folgen mir in dem, was ich tue? Kann meine Shopping-Entscheidung auch andere zum Einkaufen verführen?
An der Inspirationskraft lässt sich mein Status im sozialen Netzwerk erkennen. Das war schon immer so, aber heute ist jede Inspiration potenziell global. Sie lässt es sich messen und, wenn gewünscht, sogar montetarisieren.
Michelle Obama wird davon profitieren. Egal, ob echtes Geld überwiesen oder ihr nur Image strahlender wird. Das eine lässt sich jederzeit in das andere verwandeln.
Paid content vs. paid contact - über die Monetarisierungstrategien von Verlagen im Netz
Verlage haben es schwer: Ihre Inhalte sind überall, aber nur wenn sie auf Papier erscheinen, ist noch jemand bereit dafür zu bezahlen. Kein Wunder also, dass die Paid-Content-Debatte immer wieder neu geführt wird. Wie kann man jemand dazu bringen, für etwas zu bezahlen, das er über Jahre gratis bekommen hat? Kann man es ihm einfach wegnehmen und dann neu arrangiert verkaufen? Kann man es einfach aufwerten und sagen, das ist jetzt mehr Wert, und musst du mir das jetzt bezahlen? Schwierig, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Die Rezeption entscheidet. Was umsonst war, soll umsonst bleiben. Selbst wenn die Inhalte schlechter würden, weil die guten Artikel zu Premium-Contet umetikettiert werden, die meisten werden nicht bezahlen, sondern im Netz weiter nur lesen, was es umsonst gibt.
Verlage sind also auf der Suche nach alternativen Stratgien zur Monetarisierung ihrer Inhalte und Kompetenzen. Schaut man sich an, was Medienhäuser in den letzten Jahren offline gemacht haben, entdeckt man einen interessanten und viel versprechenden Suchpfad. Die Buch-, DVD- und CD-Reihen von Süddeutsche, SPIEGEL, Brigitte und allen anderen nutzen die Inhaltskompetenz der jeweiligen Medienmarken übertragen Sie auf auf ein neues Angebot. Und verdienen damit Geld. Soweit so gut.
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Sinnstiftung durch gegenseitige Inspiration. Marino Degano zeichnet nach, wie die vier Evangelien entstanden.